Stefan Krüger | lyrische Texte
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zeitlos

an einem wunderschönen tag
als ich an deiner seite lag
kam mir die zeit abhanden
sie stahl sich heimlich aus der uhr
die zeiger, die sonst immer stur bewegung kannten, standen

weh dem, der seine zeit verliert!
durch trägheit war es mir passiert
denn zeit muss manchmal eilen
mich überfiel die einsamkeit
ich hatte plötzlich keine zeit mehr, sie mit dir zu teilen

zwar glaubte ich noch unbedacht
wenn man sich auf die suche macht
wird man die zeit schon finden
doch kaum kam ich ihr auf die spur
da rannte sie mir wieder nur davon, um zu verschwinden

ich gab es schließlich müde auf
und ließ die zeit im freien lauf
das, was sie wollte, treiben
bis das unglaubliche geschah
die zeit kam wieder, um von da an immerfort zu bleiben

was für ein glücksgefühl mich trug
als meine uhr mir wieder schlug
herr war ich meiner stunden
und alle zeit der welt war mein
um ewig nur bei dir zu sein
allein
du warst verschwunden
Stefan Krüger, Brühl, Herbst 2005
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