Stefan Krüger | lyrische Texte
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entziehung
das glas erzittert
tropfen lösen sich vom rand
und perlen sich aus jenem land
das einst so süß war
und so herrlich klar
doch nun verbittert
und tief in mir
da brennt es heiß
und stimmen schreien hier
und ohne unterlass
ein preis
dem ständig steigenden verheiß
ein hass
auf das
was doch noch etwas willen
zeigt das brennen nicht zu stillen
ich kenne nicht das was dort brennt
das was den schlimmsten tod zu sterben scheint
das fremd
mir ist und mich doch bestens kennt
und meint
dem feind
durch schreien zu entfliehen
und hofft mich mitzuziehen
ich sehe mich im spiegelkleid
der worte an
unfassend wie die nüchternheit
berauschen kann
Stefan Krüger, Köln, 01.10.2007
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