Stefan Krüger | lyrische Texte
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vom 15.10.1991 - II
hat uns die seele schon verlassen?
dein augenlicht verlosch so weit
dass deine sinne nichts mehr fassen
dein körper ist dem tod geweiht

dein atmen zeugt noch für ein leben
das kraftvoll drängt, sich zu entfalten
doch du, die wusste, kraft zu geben
bist viel zu schwach, dich selbst zu halten

da plötzlich scheint ein licht geboren
das zaghaft und kaum spürbar ist
es klingt so leicht in aller ohren
dass jeder seinen schmerz vergisst

die zeit des sterbens ist verstrichen
die hülle liegt dort unbekannt
das traute ist aus ihr gewichen
und hat sich in uns eingebrannt
Stefan Krüger, Brühl, März 1997
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