Stefan Krüger | lyrische Texte
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vom 15.10.1991 - III
der priester faltet seine hände
ich weiß nicht, mit mir umzugehen
der raum schrumpft schneller als die wände
die zeit rast fort, um still zu stehen

dann hat er das gebet gesprochen
ein schwaches lächeln blüht sogar
ein schatten ist in mich gekrochen
und hüllt sich warm um das, was war

ein schwarzer kaffee wird getrunken
am tisch sitzt die vergangenheit
wir graben aus, was einst versunken
und fischen perlen in der zeit

der rauch von meiner zigarette
flieht in die tiefe nacht hinaus
er fliegt mit wünschen um die wette
und eine leiche liegt im haus
Stefan Krüger, Brühl, März 1997
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