Stefan Krüger | lyrische Texte
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und dennoch
du suchst das feuer, um dich zu verbrennen
das ist die kraft, die dich seit jeher trieb
mir musst du deine sorgen nicht erst nennen
und weinend wirst du wieder zu mir rennen
und dennoch habe ich dich lieb

warum ich dich nur immer trösten muss
ich diene schlecht als handtuch oder sieb
du fließt durch meine hände wie ein fluss
die tränen salzen kaum den schalen kuss
und dennoch habe ich dich lieb

ich zähle deine perlen im gesicht
und nicke, als du sagst, dass nichts mehr blieb
was bin ich schon für dich! ich zähle nicht
selbst dann nicht, wenn dein herz vor kummer bricht
und dennoch habe ich dich lieb

du wirst mich bald verlassen ohne lohn
mir deine nähe stehlen, wie ein dieb
das kurze stelldichein hat tradition
du weintest und du gingst zu häufig schon
und dennoch habe ich dich lieb

du suchst das feuer, um dich zu verbrennen
das ist die kraft, die dich seit jeher trieb
doch nie lernst du das wahre feuer kennen
das mich verzehrt, wenn wir uns wieder trennen
und dennoch habe ich dich lieb
Stefan Krüger, Brühl, 22.06.2005
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