Stefan Krüger | lyrische Texte
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das gesetz der gerten
sie folgen noch dem kleinsten wind
weil sie so jung und biegsam sind

und mancher alte sieht betrübt
wohin man das verbeugen übt
und tadelt wort- und unmutsreich
der jugend wendigkeit sogleich
und wünscht, man bände alle fest
weil man im bund das beugen lässt

denn schließlich: beugt man sich zu tief
wächst man am ende gar ganz schief

doch ist der unmut noch so groß
die jungen folgen folgenlos
dem wind und wachsen mit der zeit
in ihre unbeweglichkeit
und tadeln, kaum vom wind gewiegt
was sich zu ihren füßen biegt
Stefan Krüger, 16.04.2009
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