Stefan Krüger | lyrische Texte
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leben ist brennen
teilt sich die allererste zelle
dann treibt sie eine alte wut
aus einer unstillbaren quelle
pulsiert die immergleiche glut

seht ihr auch keine lichter flammen
in uns ist feuer, das uns treibt
am ende fallen wir zusammen
und nur ein häufchen asche bleibt

denn alle, die wir sind, wir brennen
bis nichts mehr von uns übrig ist
ihr könnt das brennen leben nennen
nennt, wie ihr wollt, was in euch frisst

worauf sich unser wesen gründet
es tötet uns zuletzt im brand
doch haben wir die welt entzündet
es brennt das wasser, brennt das land
Stefan Krüger, Köln/Bonn, 15.09.2010
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