Stefan Krüger | lyrische Texte
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allerheiligen zwanzigzehn
nach der durchzechten nacht
ist meine haut aus glas gemacht
der spiegelblick bemerkt mich nicht
denn in mir ist kein helles licht
ein trüb ergrautes wolkenmeer
zieht in mir wie am himmel her
mein herz schlägt unbewacht

nach der durchzechten nacht
da schweben die gefühle sacht
um meine dünne existenz
und suchen einlass ins gespenst
und auf dem sofa stets bereit
sitzt meine alte einsamkeit
und sieht mir zu und lacht

nach der durchzechten nacht
hab ich so oft an dich gedacht
ach, dieses lied liegt in mir brach
doch es klingt lange leise nach
und wehmutsvoll spielt es von fern
ich wäre so unfassbar gern
an deiner seite aufgewacht
nach der durchzechten nacht
Stefan Krüger, Köln, 01.11.2010
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