Stefan Krüger | lyrische Texte
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schizophrenie
fast jede nacht
verlier ich das bewusstsein
zu fall gebracht
lieg ich wie tot dann da
was man auch macht
und mag es mir zur lust sein
mein traum erwacht
ich nehme nichts mehr wahr

geborgenheit
mag mir die ohnmacht geben
ich bin befreit
von körperlicher hast
und fern der zeit
kann ich nach frieden streben
die ewigkeit
ist es, die mich erfasst

doch jeder tod
beginnt mit einem leben
der morgen droht
dem horizont mit licht
es blutet rot
und ich muss mich erheben
was sich mir bot
im traum, zerbricht

so werden mir
zwei welten vorgehalten
wobei mir hier
das dort zum nichts verweht
da leben wir
bewusstseinstiefgespalten
wie ein papier
das sich im winde dreht
Stefan Krüger, Köln, 06.12.2010
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