Stefan Krüger | lyrische Texte
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versunken
nicht selten steigt in meinem kopf die flut
dann treiben die gedanken wie in wellen
die ordnung wird zum unbeherrschten gut
droht zu zerschellen, zu versinken
und dann im chaos zu ertrinken

und wenn die flut mich endlich wieder lässt
liegt alles durcheinander und zertrümmert
das meiste fortgespült, ein kleiner rest
im schlamm verkümmert, und ich fluche
wenn ich finde, was ich suche

denn was mir nach der ebbe bleibt, das stinkt
es scheint kaum wert, sich noch daran zu binden
doch der, der ständig in sich selbst versinkt
kann sich nicht neu erfinden, er muss sich lieben
ist auch nur dreck geblieben
Stefan Krüger, Köln, 22.05.2011
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