Stefan Krüger | lyrische Texte
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stundenglas
es flieht jeden augenblick etwas von hinnen
ein hauch eine brise ein wind
wie sand in der sanduhr, unhaltbar das rinnen
ein mann eine mutter ein kind
ich fürchte noch mehr als den tod dieses fließen
ein vorwärts ein halt ein zurück
am ende scheint alles ins nichts zu ergießen
ein hass eine liebe ein glück

was bleibt von dem mensch der verlorenen stunden
ein wort ein begriff ein gedicht
es scheint mit erinnerung alles verschwunden
ein name ein mensch ein gesicht
doch der, der hinabblickt, vermag, es zu sehen
ein tag eine woche ein jahr
vielleicht ist das stundenglas nicht mehr zu drehen
der sand aber, der ist noch da
Stefan Krüger, Köln, 31.01.2013
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