Stefan Krüger | lyrische Texte
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dezembermorgen
des morgens ist die welt aus glas
man kann gerüche sehen
ein fisch, der seinen schlaf vergaß
friert etwas an den Zehen

der gräser morgendliches kleid
ein tau aus frühen stunden
erstarrt im frost der winterzeit
wie im korsett gebunden

ein erster schwacher sonnenstrahl
weht wie ein spinnenfaden
hinab ins weiße wintertal
um es im licht zu baden

das eisnetz auf den wiesen taut
sein wasser füllt die ritzen
das gras ist frei und jubelt laut
der fisch beginnt zu schwitzen
Stefan Krüger, Brühl, 08.12.2000
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