Stefan Krüger | lyrische Texte
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das tote gleis
es wurde lange nicht befahren
das gleis ist rot vom rost bedeckt
und unberührt seit vielen jahren
durch dichtes rankenwerk versteckt

doch ich erinner mich der strecke
noch gut und denke sie intakt
die bahn hielt gleich hier um die ecke
und fuhr mit meinem puls im takt

ich höre laut den lärm der achsen
sie lag noch nie gut in der spur
dann ist es still und gras bewachsen
zurückerobert von natur

es ist kein ort mehr, um zu reisen
ein bahnsteig bleibt, wo niemand steigt
der weg, in den die gleise weisen
ein holzweg, der ins leere zeigt

doch will ich diesen weg beschreiten
den schwellen folgen, stahl gelenkt
noch einmal wie in alten zeiten
so weit mich meine sehnsucht drängt
Stefan Krüger, Köln-Bonn, 23.09.2015
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