Stefan Krüger | lyrische Texte
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der eiserne heinrich
es braucht viel mut, im leid zu sprechen
und wenig wut, es zu vermehren
doch wer sein herz teilt, seine schwächen
gelingt es schmerzen abzuwehren

ich war wie du vom schmerz gebrochen
und gab es zu und ließ mich heilen
du hast dich in dir selbst verkrochen
und kannst dort drin dein leid nicht teilen

drei bänder stahl, dein herz zu schützen
und keine qual kann dich erreichen
der stahl ist dick und scheint zu nützen
kein laut, kein blick wird ihn erweichen

du brauchst dich nie mehr preis zu geben
und kannst dich wieder selbst ertragen
doch was ist das noch für ein leben
voll angst, unfassbar zu versagen?

das herz ist licht, und es muss scheinen
es kann für sich nicht existieren
fehlt ihm verletzt der raum zum weinen
wird es zuletzt nur explodieren

der stahl zerbirst, wird dich zerfetzen
du aber wirst vom hass getrieben
im todesruf noch den verletzen
der dich erschuf, die welt zu lieben
Stefan Krüger, 20.11.2015
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