Stefan Krüger | lyrische Texte
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der weg des mannes
die zeit verrinnt, er war ein kind
als er zu bette lag
doch nun beginnt ein junger mann den tag

er fühlt sich groß und rennt gleich los
und stolpert sich gesund
er fällt zwar, bloß, er fällt nie auf den mund

die stimme bricht ihm, wenn er spricht
er spricht von früh bis spät
und sein gesicht ist pickelübersät

er hat bisher gewiss nicht mehr
als andere geseh’n
und doch glaubt er, schon alles zu versteh’n

wer alles weiß, zahlt einen preis
denn der, der nicht mehr staunt
ist dabei meistens furchtbar schlecht gelaunt

so wird er bald verbittert alt
und was nun altklug stört
wird später halt als weisheit gern gehört
Stefan Krüger, 18. Feburar 2016
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