Stefan Krüger | lyrische Texte
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der flüchtling
du behauptest, mich zu kennen
doch du bist dir selber fremd
nichts mehr kannst du eigen nennen
heimat ist dir nur ein hemd

alles hast du losgelassen
was dich mit der welt verband
du suchst zwar, sie neu zu fassen
aber leer bleibt deine hand

noch hast du nicht aufgegeben
mancher fand das glück, der floh
doch die flucht aus deinem leben
führte dich ins nirgendwo

welche angst hat dich getrieben
aus dem eigenen verstand
nichts mehr ist von dir geblieben
auf der flucht ins niemandsland

was du sagst, sinkt sinnlos nieder
was du hörst, prägt sich nicht ein
was du denkst, zerfällt dir wieder
um dann gar nichts mehr zu sein
Stefan Krüger, 20. Juni 2017
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