Stefan Krüger | lyrische Texte
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matt
wir saßen gegenüber, spielten schach

dein mund war nur ein dünner strich
dein atem flach, die augen wach
fixierten mal das brett, mal mich

mal griff dein finger nach dem wind
wie um ein ziehen anzudeuten

doch erst beim fünften kirchturmläuten
nahmst du, für jede hoffnung blind
den könig hoch und warfst ihn um
und gingst davon blicklos und stumm

ich saß vor dem erstarrten brett
dein abgang war als zug nicht nett
denn nie mehr konnte ich parieren

ich hab gesiegt, um zu verlieren
Stefan Krüger, Bretagne, 24.07.2002
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