Stefan Krüger | lyrische Texte
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resignation eines zeitreisenden über einen verlorenen zuckerwürfel
das schicksal würfelt manchmal zucker
ich stieg im glauben in die bahn
ich wäre nur ein armer schlucker
als ich dich sah, verging mein wahn

du warst mir fremd und prompt vertraut
so anders als die bahngestalten
an denen man vorüberschaut
verwechselbar mit jedem halten

ich spielte auf dir blick versenken
und fiel in trance, verlor kein wort
fand keinen wink, ihn dir zu schenken
als ich erwachte, warst du fort

wir reisen alle durch die zeit
doch einwegreisen sind nichts wert
wir kennen die vergangenheit
doch ist der rückweg uns versperrt

ich fahre seit dem tage täglich
ich fahre ohne ziel und maße
im wissen, mein versuch ist kläglich
denn zeit ist eine einbahnstraße
Stefan Krüger, Brühl, Juni 2003
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