Stefan Krüger | lyrische Texte
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pausenclown
sie laufen ohne hinzuschaun
an ihm vorbei und wollen nur nach hause
es braucht wohl niemand einen clown
im augenblick
und deshalb macht er pause

die jugend im gesicht verlischt
die augen senken ihre lider nieder
und aus der mundpartie entwischt
ein lächeln
so, als käme es nie wieder

die schminke ist bereits verschmiert
er zieht sich eine neue packung kippen
sein zippo schnappt
er inhaliert
und wie ein seufzer flieht der rauch die lippen

die augen werden kindlich rund
die kippe fällt hinab, er spreizt die hände
ein lächeln fließt in seinen mund
der rest erstarrt
die pause ist zu ende
Stefan Krüger, Wien, Frühjahr 2005
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