Stefan Krüger | lyrische Texte
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sprache
mein lächeln rief dich bittend an
ich spie statt tönen farben
du warst das wort, als es begann
als meine schreie starben
ein wort allein gesprochen
doch über allen bergesspitzen
wo sonst die wolkenspeere blitzen
war eine lahn gebrochen

kaum angestoßen, barst das wort
in schotterreiche hänge
nahm blöcke mit, riss sätze fort
und schuf ein sinngedränge
es donnerten gewalten
das tosen neuer sprachen
die sich aus alten brachen
zu schnell, um sich zu halten

vielleicht zerreibt sich jeder stein
in ferner zeit zu sand
dann wird ein meer der stille sein
wir stehen staunend an gestaden
die uns zu nichts als schweigen laden
wir beide hand in hand
Stefan Krüger, Brühl, Februar 2002
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